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Ein Schüler, nennen wir ihn Kevin, sitzt am Frühstückstisch. Sein Vater liest – wie immer – in der Zeitung und während Kevin noch denkt, dass dies ein guter, ein ruhiger Morgen werden könnte, legt der Herr Papa hinter seiner Zeitung los:

“Kevin, was soll aus dir eigentlich mal werden? Ich lese hier von wirklich ganz tollen Ausbildungsstellen im Stellenmarkt. Und du? Du bekommst noch nicht einmal den Arsch hoch, um dich um einen Praktikumsplatz zu kümmern. Du bis jetzt 14 Jahre alt. Langsam beginnt auch für dich der Ernst des Lebens. Die Zukunftstage hast du schon nicht genutzt. Du bist einfach zu faul!”

Kevin lässt die Hand mit seinem leckeren Marmelade-Toast sinken, die gleiche Richtung schlagen seine Mundwinkel ein. Er weiß nur zu gut was jetzt kommt.

Das Echo.

Das sitzt nämlich seinem Vater gegenüber und nennt sich Mama. Sie kann es natürlich viel besser als Papa, denn sie hat auch noch diesen besorgt, mitfühlenden Unterton mit drauf:

“Dein Vater hat soo Recht. Ich habe dir schon so oft meine Hilfe angeboten, damit wir mal nach passenden Betrieben schauen. Deine Klassenlehrerin, Frau Meyer-Unschuld, hat dir auch schon oft Hilfe beim Bewerbungsschreiben angeboten. Das muss heute alles picobello sein. Wenn da die Anschrift, oder einzelne Sätze nicht stimmen, dann fliegst du gleich raus aus dem Stapel bei so einer Personalabteilung. Nun schau mich wenigstens an, wenn ich mit dir rede und glotz nicht immer in dein Smartphone. Als ob du dort einen Praktikumsplatz finden würdest!”

Das geht noch eine ganze Weile so, aber Kevin ist natürlich längst elterntaub.

Da geht es ihm auch nicht anders, als seinen Altersgenossen. Diese Generation Analog-Dinosaurier hat es einfach nicht verstanden. Dieser ganze Papierquatsch ist doch nix. Kevin sieht die Welt eben mit anderen Augen, bis… ja, bis er in der Schule ankommt. Wer steht da? Na klar, Frau Meyer-Unschuld.

“Hallo Kevin. Schön, dass du kommst. Ich wollte dich ohnehin noch auf die ausstehenden Bewerbungen für dein Schulpraktikum ansprechen. Außerdem hast du an den Übungen für das Vorstellungsgespräch noch nicht teilgenommen. Was für einen Eindruck macht das denn, wenn du da sitzt und nur vor dich hin stotterst. Ich möchte nicht, dass meine Schüler so einen Eindruck vor einem Personalchef oder Abteilungsleiter hinterlassen.”

Kevin ist nahe dran seinen Rucksack mit diesen unnütz schweren Büchern auf ihre Füße fallen zu lassen. Aber er reißt sich zusammen. Die wissen es ja nicht besser und haben seine Nachsicht verdient. Während Frau Meyer-Unschuld also den ganzen Flur entlang weiter ihren Text in sein Ohr flötet, hat Kevin sein Handy zur Hand. Er tippt, was er gestern auf Instagram in einem Post gelesen hat:

www.barghorn.de/hier_ausprobieren.

“Stahlbau, oder Lager?” fragt sich Kevin und klickt dann auf Maschinenbau und dann auf die übernächste Woche. Für die zweite Woche entscheidet Kevin sich für die Schlosserei, denn das Schulpraktikum ist ja zwei Wochen lang. Beide Wochen in einem Bereich, das erschien Kevin zu langweilig. Jetzt gibt er noch seinen Namen und seine Mailadresse ein und noch ein paar freiwillige Angaben. Er klickt auf “Buchen” und sein Grinsen wird ganz breit. Der Flötenton in seinem Ohr löst seinen Blick vom Smartphone. Er versteht schon längst nicht mehr, was Frau Meyer-Unschuld da von sich gibt. Warum auch? Er hält ihr einfach das Handydisplay vor die Augen. Dort steht

“Hallo Kevin, wir freuen uns über deine Buchung für ein Praktikum an folgenden Tagen:…”

Frau Meyer-Unschuld verstummt abrupt. Während sie ihren Digitalschock noch verarbeitet, geht sie einfach wortlos weiter und lässt Kevin stehen.

Auch dieser Schultag hat ein Ende und Kevin präsentiert sein so einfach gelöstes Praktikumsproblem seiner Mutter. Das Erstaunen hält nicht lang an, denn wie Mütter so sind, denkt sie auch hier wieder einen Schritt weiter. “Ja schön. Und woher bekommst du jetzt die Arbeitskleidung? Was brauchst du da denn alles? Dann müssen wir doch noch schleunigst los und alles besorgen.”

Kevin staunt woran seine Mutter alles denkt. Daran hat sein Praktikumsbetrieb aber auch schon gedacht. Gelassen liest er ihr einfach die weitere Mail vor. Da steht alles drin: wann und wo anfangen, was mitzubringen ist und so weiter. Vor allem aber steht da ein Gutscheincode für den Fan-Shop von Barghorn. Den hat er natürlich noch auf dem Heimweg genutzt und dafür bereits die nötige Arbeitskleidung samt Sicherheitsschuhen bestellt. Am Ende war bei dem Budget über 80€ sogar noch Luft für ein T-Shirt mit Barghorn-Aufdruck. Der Laden ist einfach so cool, da möchte Kevin allen zeigen, dass er dort sein Praktikum gemacht hat.

Kevins Mutter dreht sich irritiert wieder zum Herd. Kochen, Gott sei dank etwas, was noch nicht digital läuft. Sie stutzt, …oder?

Genau so sollte heute das Thema Praktikumsplatz organisiert sein. Wir machen das bei Barghorn jetzt schon eine ganze Weile so und haben damit nur gute Erfahrungen gemacht. Was für eine Verschwendung von Zeit und Ressourcen auf beiden Seiten das vorher doch war. Damit unsere Vorgehensweise bei Schülern und Eltern bekannter wird, haben wir einen Schülerwettbewerb dazu ausgelobt. Die Schüler können noch bis Ende Januar ihre Videos bei uns einsenden. Darin soll die Möglichkeit bei uns einen Praktikumsplatz online zu buchen verarbeitet werden. Wahrscheinlich kommen dabei noch viel phantasievollere Geschichten heraus, als ich diese oben formuliert habe. Mehr zum Schülerwettbewerb ist hier zu finden:


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