Entschieden entscheiden

Worauf kommt es an bei einer "guten" Entscheidung? Was macht eine Entscheidung zu einer "richtigen" Entscheidung? Es ist egal, ob du an einer Kreuzung links oder rechts abbiegst. Es kommt nur in sehr geringem Maß auf die Richtung deiner Entscheidung an.

Worauf kommt es an bei einer “guten” Entscheidung?
Was macht eine Entscheidung zu einer “richtigen” Entscheidung?

Es ist egal, ob du an einer Kreuzung links oder rechts abbiegst.

Es kommt nur in sehr geringem Maß auf die Richtung deiner Entscheidung an. Viel wesentlicher ist die Klarheit mit der du der einmal getroffenen Entscheidung nachgehst. Die meisten Entscheidungen liefern ein schlechtes Ergebnis, weil nach der Entscheidung dieser nicht mit aller Konsequenz nachgegangen wird. Häufig treten Zweifel auf, es wird zurück geblickt auf den Zeitpunkt der Entscheidung und darüber nachgedacht, ob die andere Option nicht besser gewesen wäre. Regelmäßig wird der einmal eingeschlagene Weg auch nicht mit der erforderlichen Tatkraft angegangen. Es wird herumlaviert, gezögert und allerhand andere Dinge werden – scheinbar nebenbei – mit erledigt.

Es kommt auf die Klarheit zu einer Entscheidung an.

Nehmen wir zum Beispiel die Frage nach der Zielgruppe für dein Unternehmen. Solange deine Produkte und Dienstleistungen grundsätzlich für Privatkunden und Industrie- und Gewerbekunden geeignet sind, ist es gleichgültig für welche Zielgruppe du dich entscheidest. Das ist eine der Kernfragen zur Positionierung deines Unternehmens. Du wirst mit einem Fokus auf Privatkunden genauso erfolgreich sein können, wie mit einem Fokus auf Industrie- und Gewerbekunden.

Eine gute Positionierung besteht aus klaren NEINs.

Nachdem du dich also entschieden hast, hängt dein Erfolg von deiner Klarheit und Geradlinigkeit zu dieser Entscheidung ab. Jede Entscheidung FÜR etwas ist auch immer eine Entscheidung GEGEN etwas oder sogar GEGEN mehrere Optionen. Ab dem Zeitpunkt deiner Entscheidung heißt es standhaft bleiben. Bevor du dir nun also nach deiner Entscheidung Klarheit darüber verschaffst was deine Entscheidung für Maßnahmen und Konsequenzen nach sich zieht, empfehle ich dir eine NOT-TO-DO-Liste zu deiner Entscheidung.

Du benötigst Klarheit darüber welche Versuchungen abseits vom geraden Weg deine Entscheidung ausschließt.

Hast du dich zum Beispiel für Privatkunden entschieden, dann bedeutet das eben sehr klar, dass Industrie- oder Gewerbekunden nicht zu deinem Portfolio gehören. Du fokussierst dich auf die Bedürfnisse und optimal zugeschnittene Angebote für Privatkunden. Und sei die Anfrage eines Industriekunden noch so verlockend: FINGER WEG! Du opferst auf diesem Weg wertvolle Ressourcen, die dich von deinem Ziel, deinem Erfolg entfernen. Ich weiß, dass das verdammt schwer ist. Insbesondere, wenn man gerade wenig Aufträge hat.

Kooperationen helfen das Leid zu mindern.

Für solche Fälle empfehle ich dir Kooperationspartner aus demselben Gewerk mit eben genau einer Zielgruppe, die du für dich ausgeschlossen hast. Wichtig dabei ist, dass dieser Partner andersherum eben genau deine Zielgruppe ausgeschlossen hat. Dann könnt ihr euch wunderbar die jeweils nicht gewollten Kunden zuspielen und habt beide gewonnen. Obendrein trägt das erheblich dazu bei deine Positionierung am Markt zu schärfen und als wirklich Spezialist, als echter Experte zu gelten.

Das klare NEIN gilt nicht nur in Bezug auf die Zielgruppe.

Inhaltlich ist es noch wichtiger klar abgegrenzt positioniert zu sein. Welche Arbeiten führst du aus und welche ganz bewusst nicht? So kannst du deine Abläufe, deine Gerätschaften und die Ausbildung deiner Mannschaft immer weiter in eurer Nische zur Spitze treiben. Du hörst ganz bewusst auf deine Kräfte, deine Ressourcen in der Breite zu vergeuden.

Du kannst jeden Tag die Richtung ändern, aber du solltest es nicht jeden Tag tun.

Was mache ich, wenn sich meine Entscheidung als falsch heraus stellt? Nun, dann kehre einfach um! Wähle einen anderen Weg. Zurück auf Start geht es sowieso nie. Die Zeit bleibt weder stehen, noch lässt sie sich zurückdrehen. Mit jedem Schritt gewinnst du neue Erkenntnisse. Selbstverständlich darfst und musst du diese nutzen. Schädlich sind
1. nicht entscheiden und
2. ständig umentscheiden.
Genauso schädlich ist es an einer Entscheidung festzuhalten, wo absehbar ist, dass das eine schlechte Entscheidung war.

Das Gift nennt sich Unsicherheit.

Darauf musst du achten. Dann gerät dein Vorwärtsdrang ins Stocken. Insbesondere bekommen Menschen die du führst ein Problem. Nach meinem Verständnis entsteht Führung immer dann, wenn andere sich entscheiden dir folgen zu wollen. Diese Entscheidung wird umso wahrscheinlicher, je klarer deine Zielvorstellungen sind und je besser du in der Lage bist diese zu formulieren. Stark wird es, wenn deine Zielvorstellungen nicht nur auf eine Verbesserung für deine Mitarbeitenden einzahlen, sondern eine Verbesserung anstreben, die möglichst weit darüber hinaus geht.

Bei diesem Prozess sind kleinere Richtungswechsel und Anpassungen völlig normal. Ich denke sogar sie sind zwingend erforderlich. Begegne diesen Punkten also mit Gelassenheit.

Auch hier hilft dir deine Not-To-Do-Liste entscheidend weiter.

Was geht mit dir nicht? Wohin wirst du nicht gehen? Was geht dir zu weit? Je klarer deine Werte sind, umso klarer kannst du auf diese Fragen Antworten geben. Mach dir die Mühe und erarbeite deine Not-To-Do-Liste schriftlich. Sie wird dir zu Klarheit verhelfen und anderen eine Möglichkeit bieten sich an dir zu orientieren. Das ist wichtig, denn in unserer Welt wird kaum noch jemand seine Ziele ohne die Unterstützung anderer erreichen können.

Auf deinem Weg wirst du dich immer wieder deinen Gewohnheiten und Glaubenssätzen entgegenstellen müssen. Deshalb empfehle ich dir auch diese zwei Blogartikel: https://www.humanunternehmer.de/glaubensgewohnheiten/
https://www.humanunternehmer.de/neue-wege-anders-gehen-2/

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